Rechtsanwältin Lesser – Ihr Anwalt für Scheidung in Leipzig

Scheidung, kein beliebtes Thema – Besser beraten mit Ihrem Scheidungsanwalt Leipzig

„Zum Frieden braucht es zwei, zum Krieg reicht einer.“ Mathias Voelchert

Trennung und Scheidung sind nicht nur emotional belastet, sie sind auch rechtlich kompliziert, meist zeit- und regelmäßig  kostenaufwändig. Wenn Sie hier möglischt gut punkten wollen, so z.B. mit einer außergerichtlichen Einigung, einer Elternvereinbarung, Trennungsvereinabrung, Scheidungsfolgenvereinbarung. Natürlich bedarf es für eine solche Einigung einer gewissen Kompromißfähigkeit. Diese zuzulassen scheint am Anfang fast unmöglich. Wenn Sie aber dazu in der Lage sind, werden Sie feststellen: Sie entscheiden mit über Kinder, Haus und Vermögen. Aus meiner langjährigen Erfahrung als Anwalt und Scheidungsanwalt kann ich Ihnen sagen: außergerichtliche Lösungen lohnen sich fast immer.  Denn nur so gestalten Sie Ihre Zukunft noch aktiv und verschaffen sich frühzeitig, Kosten- und Planungssicherheit. Oft gelingt es nur im Wege der Einigung, auch noch nach der Scheidung als als „Eltern“ gemeinsam für die Kinder zu sorgen. Ist eine Einigung ausgeschlossen oder nicht gewünscht, vertrete ich Sie selbstverständlich ebenso außergerichtlich wie vor dem zuständigen Familiengericht.

Lassen Sie uns reden. Rufen Sie an und vereinbaren einen Termin zur Erstberatung.

Ich stehe Ihnen als erfahrener Anwalt und Fachanwalt für Familienrecht von der Trennung bis zur Scheidung zur Seite.

Rufen Sie jetzt an: 0341-22541034 oder schicken mir eine Email

Wonach können Sie bereits in einer Erstberatung fragen?

  • Wie trenne ich mich?
  • Trennungszeitpunkt?
  • Ab wann gibt es Unterhalt für mich und die Kinder?
  • Muß ich Unterhalt bezahlen?
  • Wer behält die Ehewohnung? Muß ich kündigen? Was ist, wenn der andere nicht auszieht?
  • Wir können uns nicht über die Kinder einigen? Was sollen wir dann tun?
  • Darf ich mit den Kindern einfach ausziehen?
  • Wir haben gemeinsame Konten? Was passiert damit?
  • Was ist, wenn der andere jetzt Schulden macht? Hafte ich dafür?
  • Müssen wir wirklich alles teilen?
  • Können wir jetzt einfach alles teilen oder muß man da was beachten?
  • Was ist Zugewinn und wie wird der berechnet?
  • Reicht es wenn wir alles aufschreiben? Ist das wirksam?

Wir können in einer Erstberatung natürlich nicht alles besprechen. Aber Sie bekommen von mir rechtliche und taktische Hinweise, um Sie für die Trennung und Scheidung fit zu machen und Sie für wichtige Themen zu sensibilsieren.

Soll ich für Sie als Scheidungsanwalt tätig werden, regeln wir gemeinsam die Fragen zum Unterhalt, Vermögensausgleich, Zugewinn, Ehwinung, Sorge- und Umgangsrecht uvm. Ich verhandle für Sie alle Trennungs- und Scheidungsfolgen und vereinbare den Abschluß Ihrer Scheidungsfolgenvereinbarung.  Haben wir das geschafft, kann schnell und vergleichsweise kostengünstig geschieden werden.

Sollte uns eine außergerichtliche Lösung nicht gelingen, so vertrete ich Sie selbstverständlich in allen familienrechtlichen Verfahren vor Gericht, von Kindesunterhalt, Ehegattenunterhalt, Zugewinn oder in Kindschaftsachen Umgangsrechtsstreit und Sorgeverfahren oder Vaterschaftsanfechtung und -feststellung.

Weitere Infos Einvernehmliche Scheidung hier!

Scheidung – wie geht das und was gehört dazu?

Erstberatung Scheidung

Scheidung – immer streitig?

Im Vordergrund steht immer Ihre ganz persönliche Situation.

Es liegt mir ganz besonders am Herzen, einvernehmliche und außergerichtliche Regelungen zu finden. Und nein! Sie müssen sich nicht streitig scheiden. Es ist mein Ziel, für Sie dauerhafte und tragfähige Lösungen zu finden und herzustellen. Dies gelingt am ehesten im Wege der einvernehmlichen Scheidung mittels Ehevertrag / Scheidungsfolgenvereinbarung.

Das Prinzip des Einvernehmens gilt für mich noch einmal ganz besondern, wenn aus der Beziehung Kinder hervorgegangen sind. Sowohl aus eigener Erfahrung als auch aus meiner Praxis weiß ich, wie wichtig es für Kinder ist, weiterhin beide Eltern als verläßliche Partner haben zu dürfen. Gemeinsam finden wir die bestmögliche Lösungen für Ihr Anliegen. Sollten Sie sich aus bestimmten Gründen nicht einvernehmlich trennen können, so führe ich für Sie und mit Ihnen eine streitige Scheidung durch. Erste Informationen über Themen und Ablauf der streitigen Scheidung finden Sie nachfolgend – über die einvernehmliche Scheidung lesen Sie hier mehr

Einen ersten Überblick über die Kosten für eine einvernehmliche Scheidung finden Sie unter: https://www.smart-rechner.de/scheidungskosten/rechner.php 

Oder nutzen Sie den Service der Kanzlei: kostenfrei und unverbindliche Kostenvoranschlag für Ihre Scheidung

Ablauf Scheidung

1. Trennungsjahr

Die Ehepartner müssen 1 Jahr getrennt leben, um sich scheiden lassen zu können. Das Trennungsjahr muss beim Scheidungstermin vorliegen. D.h. nach ca. 11 Monaten Trennung kann die Scheidung eingereicht werden.

Die Trennung kann innerhalb der ehelichen Wohnung oder durch Auszug erfolgen. Der Trennungswille muß kenntlich gemacht werden. Es muß eine wirtschaftliche Entflechtung zu erfolgen; d.h. „Trennung von Tisch und Bett“.

Bei Differenzen sollte der Trennungstermin beweissicher sein; ggf. sollte die Trennungsabsicht über den Anwalt erklärt werden.

2. Scheidungsverfahren

Anwaltszwang

Eine Ehe kann nur vor dem Amtsgericht – Familiengericht – geschieden werden. Im Scheidungsverfahren besteht Anwaltszwang. Derjenige der die Scheidung will / beantragt muß anwaltlich vertreten sein.

Scheidungsantrag

Die Scheidung wird mittels eines von einem Anwalt auzufertigenden Scheidungsantrages beim Familiengericht eingereicht. Der Antragsteller muß einen Gerichtskostenvorschuß eingezahlen (Ausnahme VKH), um den Antrag zustellen. Nur so kann man Fristen wahren.

Fragebogen Versorgungsausgleich

Das Gericht übermittelt Fragebögen zum Versorgungsausgleich. Diese müssen vollständig ausgefüllt werden. Nur dann kann der Versorgungsausgleich zügig und korrekt ermittelt werden. Erst wenn dieser endgültig festgestellt ist, bestimmt das Gericht auch einen Scheidungstermin

Scheidungstermin

Wenn der Versorgungsausgeleich und eventuelle Scheidungsfolgen geklärt sind, lädt das Gericht zum Scheidungstermin. Sie müssen zu diesem persönlich anwesend sein. Mitzubringen sind: Personalausweis/Pass, Heiratsurkunde/Eheurkunde/Familienbuch, Geburtsurkunden Kinder, ggf. Notarvertrag im Original.

Ist alles geklärt wird geschieden. Bei einer streitigen Scheidung wird über die Voraussetzungen der Scheidung sowie über sämtliche Folgesachen verhandelt. Kann kein Ergebnis erzielt werden, weil z.B. die Folgesachen noch nicht entscheidungsreif sind, wird nicht geschieden. Dann wird oftmals monate- oder auch Jahre um die Folgesachen gestritten. Erst danach wird auch geschieden.

Rechtskraft Scheidungsbeschluss

Der rechtskräftige Scheidungsbeschluß ist sorgfältig aufzubewahren. Er dient der Vorlage bei Behörden zum Nachweis der Scheidung als Voraussetzung für eine erneute Heirat oder zur Personenstandsänderung.

3. Scheidungsfolgen

Unterhalt

Die Frage nach dem Unterhalt hat schon manche einvernehmliche Scheidung scheitern lassen. Kindesunterhalt muß immer sofort mit der Trennung geklärt und bezahlt werden. Auch der Trennungsunterhalt, d.h. der Unterhaltsanspruch des Ehepartners bis zur Scheidung, sollte unbedingt geklärt werden. Ob auch nach der Scheidung noch Ehegattenunterhaltverlangt werden kann, kann später im Laufe der Scheidung, muß jedoch nicht geregelt werden.

Vermögens- und Zugewinnausgleich

Der Vermögens- bzw. Zugewinnausgleich geht von einer Vermögensteilung aus. Das von jedem Ehepartner während der Ehe hinzuerwirtschaftete Vermögen ist zu teilen. Ausgenommen sind Erbschaften und Schenkungen Dritter. Die darf jeder Ehepartner behalten.

Bei dem hinzuerwirtschafteten Vermögen muß es sich nicht um Geld handeln. Auch Immobilien, Wertpapiere, Schmuck zählen zum Vermögen. Der Ausgleich erfolgt jedoch grundsätzlich in Geld. Ein anderweitiger Ausgleich, wie zB die Übertragung von Immobilien kann idR nur einvernehmlich, d.h. vertraglich vereinbart werden.

Der Zugewinnausgleich muß aktiv geltend gemacht werden. In der Regel wird der Zugewinnausgleich außergerichtliche Einigung verhandelt mittels Scheidungsfolgenvereinbarung.

Eigenheim / Schulden / Konto

Bei einer gemeinsamen Wohnung oder einem gemeinsamen Eigenheim muß geklärt werden, wer in der (Ehe-)Wohnung / Haus bleiben soll, wer die Miete oder Raten bezahlen soll bzw. bezahlen kann. Auch hier ist eine außgergichtliche Einigung darüber, wer das Eigenheim übernimmt und/oder ob es an Dritte veräußert wird zu empfehlen

Sie müssen immer zwischen gemeinsamen Schulden der Ehegatten und Schulden nur eines Ehegatten unterscheiden. Schulden sind nur dann gemeinsame Schulden, wenn sich beide Ehegatten gegenüber dem Gläubiger zur Zahlung verpflichtet haben. Für private Schulden eines Ehegatten haftet der andere nicht automatisch mit.

Gibt es ein gemeinsames Konto gilt: räumt ein Ehegatte mehr als die Hälfte des Geldes vom gemeinsamen Konto ab, muss er die Differenz zurückzahlen.

Sorgerecht – Umgangsrecht

Kinder wollen nicht entscheiden müssen, bei wem sie zukünftig leben wollen. Sie wollen, daß ihre Eltern die für sie beste Entscheidung treffen und sie weiterhin den bestmöglichen Kontakt zu beiden Elternteilen haben (dürfen). Sie sollten deshalb besondern verantwortungsbewußt und miteinander über die Zukunft Ihrer Kinder entscheiden!

Namensänderung

Nach einer Scheidung stellt sich oft die Frage, oder Nachname des Ex-Ehegatten beibehalten oder geändert werden soll. Natürlich ist es möglich, den bei der Hochzeit angenommenen Namen des anderen zu behalten. Es kann aber auch unproblematisch der eigene Name wieder angenommen werden. Mit dem rechtskräftigen Scheidungsbeschluß geht man zum zuständigen Standesamt und beantragt die Namensänderung.

Die Namensänderung des Kindes kann nur ab dem 5. Lebensjahr des Kindes nur mit dessen Zustimmung und der Zustimmung des anderen Elternteils erfolgen. Näheres dazu unter: Bundesministerium für Familie