Familienrecht

 
 
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Rechtsanwältin Lesser – Ihr Anwalt für Scheidung in Leipzig

Scheidung, kein beliebtes Thema – Besser beraten mit Ihrem Scheidungsanwalt Leipzig

„Zum Frieden braucht es zwei, zum Krieg reicht einer.“ Mathias Voelchert

Trennung und Scheidung sind nicht nur emotional belastet, sie sind auch rechtlich kompliziert, meist zeit- und regelmäßig  kostenaufwändig. Wenn Sie hier möglichst gut punkten wollen, dann z.B. mit einer außergerichtlichen Einigung, einer Elternvereinbarung, Trennungsvereinbarung, Scheidungsfolgenvereinbarung. Natürlich setzt eine Einigung eine gewisse Konflikt- und Kompromissfähigkeit voraus. Und die Bereitschaft für einen Kompromiss ist zu Beginn der Trennung, wenn Ärger oder Trauer noch ganz frisch sind, verständlicherweise nicht unbedingt groß. Dies wird Sie fordern. Aber am Ende lohnt sich diese Arbeit. Denn wenn Sie sich mit Ihrem Ehepartner einigen können, sind am Ende Sie es, die/der mitentscheidet über den Aufenthalt und den Umgang der Kinder, über die Aufteilung oder den Erlös für Ihr Haus, über die Aufteilung des Vermögens.

Außergerichtliche Einigung lohnt sich

Aus meiner langjährigen Erfahrung als Anwalt und Scheidungsanwalt kann ich Ihnen vermitteln, dass sich außergerichtliche Lösungen immer auszahlen. Denn durch eine außergerichtliche Einigung gestalten Sie Ihre Zukunft aktiv und verschaffen sich frühzeitig Planungs- und Kostensicherheit. Wird man sich einig, fällt es idR auch leichter, weiterhin als „Eltern“ gemeinsam für die Kinder zu sorgen. Deshalb ist es immer einen Versuch wert, über eine Einigung nachzudenken und dem Ehepartner eine solche anzubieten.

Ich erarbeite mit Ihnen, gerne auch unter Einbeziehung Ihres Noch-Partners*in, den wir zu einem gemeinsamen Gespräch einladen können, Lösungen für den Abschluss einer außergerichtlichen Scheidungsfolgenvereinbarung. Eine Scheidungsfolgenvereinbarung kann mit einem Anwalt oder durch zwei Anwälte erarbeitet werden. Die Anwälte verhandeln mündlich oder schriftlich die für Ihren individuellen Fall notwenigen Scheidungsfolgen und bringen diese in Vertrags-Form.

Der durch den Anwalt entworfene Vertrag wird abschließend durch den Notar des Vertrauens beurkundet.

Ist die Scheidungsfolgenvereinbarung abgeschlossen, ist für die Zukunft erst einmal alles verlässlich geregelt. Dann kann unkompliziert geschieden werden. Sie können sich beruhigt Ihrem neuem Lebensabschnitt zuwenden.

Ist eine Einigung ausgeschlossen oder nicht gewünscht, vertrete ich Sie in Verfahren der streitigen Trennung und Scheidung außergerichtlich und vor dem Familiengericht.

Angebot Erstberatung

In einem ersten Beratungsgespräch können Sie jede Art von familienrechtlichen Problem klären. Manche Mandanten kommen vor der Trennung, weil sie wissen wollen, auf was sie bei einer Trennung achten müssen. Darf man einfach mit den Kindern ausziehen? Muss man schon die Konten trennen? Wer muss ausziehen? usw. Die meisten Mandanten kommen kurz nach der Trennung, um ihre individuellen Regelungen der Trennungsfolgen zu besprechen.

Sie bekommen von mir rechtliche und taktische Hinweise, um Sie für die Trennung und Scheidung fit zu machen. Wir können in der Erstberatung auch bereits erste Berechnungen zum Unterhalt, zum Zugewinn oder zur Vermögensauseinandersetzung vornehmen.
Sie entscheiden, ob ich Sie danach auch als Scheidungsanwalt vertreten soll.

Angebot Erstberatung: für 130 € Rechtsberatung bis zu einer Stunde – Rufen Sie an 0341-22541034

Wonach können Sie bereits in einer Erstberatung fragen?

  • Wie trenne ich mich?
  • Was ist der Trennungszeitpunkt?
  • Ab wann gibt es Unterhalt für mich und die Kinder?
  • Muss ich Unterhalt bezahlen?
  • Wer behält die Ehewohnung? Muss ich kündigen? Was ist, wenn der andere nicht auszieht?
  • Wir können uns nicht über die Kinder einigen? Was sollen wir dann tun?
  • Darf ich mit den Kindern einfach ausziehen?
  • Wir haben gemeinsame Konten? Was passiert damit?
  • Was ist, wenn der andere jetzt Schulden macht? Hafte ich dafür?
  • Müssen wir wirklich alles teilen?
  • Können wir jetzt einfach alles teilen oder muss man da was beachten?
  • Was ist Zugewinn und wie wird der berechnet?
  • Reicht es wenn wir alles aufschreiben? Ist das wirksam?

Scheidung – immer streitig?

Im Vordergrund steht immer Ihre ganz persönliche Situation.

Es liegt mir ganz besonders am Herzen, einvernehmliche und außergerichtliche Regelungen zu finden. Und nein! Sie müssen sich nicht streitig scheiden. Es ist mein Ziel, für Sie dauerhafte und tragfähige Lösungen zu finden und herzustellen. Dies gelingt am ehesten im Wege der einvernehmlichen Scheidung mittels Ehevertrag / / Trennungsvereinbarung / Scheidungsfolgenvereinbarung.

Das Prinzip des Einvernehmens gilt für mich noch einmal ganz Besonders, wenn aus der Beziehung Kinder hervorgegangen sind. Sowohl aus eigener Erfahrung als auch aus meiner Praxis weiß ich, wie wichtig es für Kinder ist, weiterhin beide Eltern als verlässliche Partner haben zu dürfen. Gemeinsam finden wir die bestmögliche Lösungen für Ihr Anliegen. Sollten Sie sich aus bestimmten Gründen nicht einvernehmlich trennen können, so führe ich für Sie eine streitige Scheidung oder streitige Verfahren um den Unterhalt oder die Kinder durch.

Einen ersten Überblick über die Kosten für eine einvernehmliche Scheidung finden Sie unter: https://www.smart-rechner.de/scheidungskosten/rechner.php 

Oder nutzen Sie den Service der Kanzlei: kostenfrei und unverbindliche  Kostenvoranschlag für Ihre Scheidung

Ablauf Scheidung

Ich möchte Ihnen einen kurzen Überblick über den üblichen Ablauf von der Trennung bis zur Scheidung und den zu regelnden Scheidungsfolgen vermitteln.

1. Trennungsjahr

Die Ehepartner müssen 1 Jahr getrennt leben, um sich scheiden lassen zu können. Das Trennungsjahr muss beim Scheidungstermin vorliegen. D.h. nach ca. 11 Monaten Trennung kann die Scheidung eingereicht werden.

Die Trennung kann innerhalb der ehelichen Wohnung oder durch Auszug erfolgen. Der Trennungswille muss kenntlich gemacht werden. Es muss eine wirtschaftliche Entflechtung der Ehegatten erfolgen; die sog. „Trennung von Tisch und Bett“ durch Trennung der Konten, des gemeinsamen Hausrats, des gemeinsamen Vermögens, Einigung über den Verbleib der und die elterliche Sorge um die Kinder.

Bei Unstimmigkeiten über die Trennung bzw. den Stichtag der Trennung sollte der Trennungstermin unbedingt beweissicher sein; ggf. sollte die Trennungsabsicht über den Anwalt erklärt werden.

2. Scheidungsverfahren

  • Anwaltszwang

Eine Ehe kann nur vor dem Amtsgericht – Familiengericht – geschieden werden. Im Scheidungsverfahren besteht Anwaltszwang. Derjenige der die Scheidung will und diese beantragt muss anwaltlich vertreten sein.

  • Scheidungsantrag

Die Scheidung wird mittels eines von einem Anwalt anzufertigenden Scheidungsantrages beim Familiengericht eingereicht. Der Antragsteller muss dazu einen Gerichtskostenvorschuss einzahlen (oder Verfahrenskostenhilfe bekommen), um den Scheidungsantrag zustellen. Nur so kann man Fristen wahren.

  • Fragebogen Versorgungsausgleich

Das Gericht übermittelt Fragebögen zum Versorgungsausgleich. Diese müssen vollständig ausgefüllt werden. Nur dann kann der Versorgungsausgleich zügig und korrekt ermittelt werden. Erst wenn dieser endgültig festgestellt ist, bestimmt das Gericht auch einen Scheidungstermin

  • Scheidungstermin

Wenn der Versorgungsausgleich und eventuelle Scheidungsfolgen geklärt sind, lädt das Gericht zum Scheidungstermin. Sie müssen zu dem Scheidungstermin persönlich anwesend sein. Mitzubringen sind: Personalausweis/Pass, Heiratsurkunde/Eheurkunde/Familienbuch, Geburtsurkunden der Kinder, ggf. die Scheidungsfolgenvereinbarung Notarvertrag im Original.

Ist alles geklärt wird geschieden. Bei einer streitigen Scheidung wird über die Voraussetzungen der Scheidung sowie über sämtliche Folgesachen verhandelt. Kann kein Ergebnis erzielt werden, weil z.B. die Folgesachen noch nicht entscheidungsreif sind, wird nicht geschieden. Dann wird oftmals monate- oder auch Jahre um die Folgesachen gestritten. Erst danach wird auch geschieden.

  • Rechtskraft Scheidungsbeschluss

Der rechtskräftige Scheidungsbeschluss ist sorgfältig aufzubewahren. Er dient zur Vorlage bei Behörden zum Nachweis der Scheidung als Voraussetzung für eine erneute Heirat oder zur Personenstandsänderung.

Scheidungsfolgen

Den wenigsten ist bekannt, dass im Scheidungsverfahren nicht automatisch alle Scheidungsfolgen mitgeregelt werden. Im Gegenteil muss jede einzelne Scheidungsfolge separat angesprochen, verhandelt und geregelt werden. Das muss nicht zwingend in einem gerichtlichen Verfahren bzw. im Scheidungsverfahren erfolgen. Sondern kann bzw. sollte außergerichtlich durch außergerichtliches Verhandeln und Abschluss einer sog. Scheidungsfolgenvereinbarung erfolgen.

An was muss man dabei alles denken?

  • Unterhalt

Die Frage nach dem Unterhalt hat schon manche einvernehmliche Scheidung scheitern lassen. Kindesunterhalt mus immer sofort mit der Trennung geklärt und bezahlt werden. Auch der Trennungsunterhalt, d.h. der Unterhaltsanspruch des Ehepartners bis zur Scheidung, sollte unbedingt geklärt werden. Ob auch nach der Scheidung noch Ehegattenunterhaltverlangt werden kann, kann später im Laufe der Scheidung, muss jedoch nicht geregelt werden.

  • Vermögens- und Zugewinnausgleich

Der Vermögens- bzw. Zugewinnausgleich geht von einer Vermögensteilung aus. Das von jedem Ehepartner während der Ehe hinzuerwirtschaftete Vermögen ist zu teilen. Ausgenommen sind Erbschaften und Schenkungen Dritter. Die darf jeder Ehepartner behalten.

Bei dem hinzuerwirtschafteten Vermögen muss es sich nicht um Geld handeln. Auch Immobilien, Wertpapiere, Schmuck zählen zum Vermögen. Der Ausgleich erfolgt jedoch grundsätzlich in Geld. Ein anderweitiger Ausgleich, wie zB die Übertragung von Immobilien kann idR nur einvernehmlich, d.h. vertraglich vereinbart werden.

Der Zugewinnausgleich muss aktiv geltend gemacht werden. In der Regel wird der Zugewinnausgleich durch eine außergerichtliche Einigung verhandelt mittels Scheidungsfolgenvereinbarung.

  • Eigenheim / Schulden / Konto

Bei einer gemeinsamen Wohnung oder einem gemeinsamen Eigenheim muss geklärt werden, wer in der (Ehe-)Wohnung / Haus bleiben soll, wer die Miete oder Raten bezahlen soll bzw. bezahlen kann. Auch hier ist eine außergichtliche Einigung darüber, wer das Eigenheim übernimmt und/oder ob es an Dritte veräußert wird zu empfehlen

Sie müssen immer zwischen gemeinsamen Schulden der Ehegatten und Schulden nur eines Ehegatten unterscheiden. Schulden sind nur dann gemeinsame Schulden, wenn sich beide Ehegatten gegenüber dem Gläubiger zur Zahlung verpflichtet haben. Für private Schulden eines Ehegatten haftet der andere nicht automatisch mit.

Gibt es ein gemeinsames Konto gilt: räumt ein Ehegatte mehr als die Hälfte des Geldes vom gemeinsamen Konto ab, muss er die Differenz zurückzahlen.

  • Sorgerecht – Umgangsrecht

Kinder wollen nicht entscheiden müssen, bei wem sie zukünftig leben. Sie wollen, dass ihre Eltern die für sie beste Entscheidung treffen und sie weiterhin den bestmöglichen Kontakt zu beiden Elternteilen haben (dürfen). Sie sollten deshalb besonderen verantwortungsbewusst und miteinander über die Zukunft Ihrer Kinder entscheiden!

  • Namensänderung

Nach einer Scheidung stellt sich oft die Frage, ob der Nachname des Ex-Ehegatten beibehalten oder geändert werden soll. Natürlich ist es möglich, den bei der Hochzeit angenommenen Namen des anderen zu behalten. Es kann aber auch unproblematisch der eigene Name wieder angenommen werden. Mit dem rechtskräftigen Scheidungsbeschluss geht man zum zuständigen Standesamt und beantragt die Namensänderung.

Die Namensänderung des Kindes kann ab dem 5. Lebensjahr des Kindes nur mit dessen Zustimmung und der Zustimmung des anderen Elternteils erfolgen. Näheres dazu unter: Bundesministerium für Familie