Sorgerecht nach Trennung und Scheidung

Beratung vom Fachanwalt Familienrecht bei Sorgerecht

„Eltern bleiben Eltern“ – auch nach der Trennung oder Scheidung

Solange Sie zusammen leben, ist die gemeinsame Sorge um die Kinder selbstverständlich. Bei einer Trennung wird dies plötzlich zum Thema. Bei wem werden die Kinder leben? Wie oft werde ich meine Kinder sehen? Wer entscheidet über wichtige Erziehungsfragen? Damit Sie als Eltern die richtigen Entscheidungen treffen und Ihre Kinder die Trennung gut verkraften, ist der Gang zum Anwalt für Familienrecht hilfreich.

Rechtsanwältin Lesser berät Sie gerne zu all Ihren Fragen zum Thema Sorgerecht und Umgangsrecht.

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Erstberatung Sorgerecht

Entscheidungen von erheblicher Bedeutung im Sorgerecht:

  • Namenswahl
  • Aufenthaltsbestimmung (bei wem das Kind leben soll)
  • Umzug außerhalb des bisherigen Lebensmittelpunktes
  • Einschulung | Schulart | Internat | Wahl von Fachrichtungen | Bei Versetzugnsgefahr
  • längerer Auslandsaufenthalt
  • Einwilligung in medizinische Behandlung (Impfung, Operation)
  • Umgang mit dem anderen Elternteil
  • Umgang mit Dritten
  • Religionswahl, Taufe
  • risikoreiches Hobby
  • Anlage von Geld des Kindes

Sorgerecht

Die Trennung oder Scheidung der Eltern hat seit 1998 im Regelfall keine Entscheidung über das Sorgerecht mehr zur Folge. Vielmehr geht das Gesetz als Normalfall davon aus, dass Eltern auch nach dem Scheitern einer Beziehung oder Ehe weiterhin das gemeinsame Sorgerecht ausüben.

Was sich mit Trennung ändert

Die Eltern müssen sich nicht mehr über alle Dinge einig sein, die ihr Kind betreffen. Die Aufgabenverteilung erfolgt danach, bei wem das Kind lebt oder gerade Umgang wahrnimmt. Der Elternteil, bei dem das Kind seinen Lebensmittelpunkt hat, entscheidet alleine über die „Angelegenheiten des täglichen Lebens“. Davon zu unterscheiden sind die „Entscheidungen von erheblicher Bedeutung“. D.h., alle Entscheidungen, die für das Kind erheblich sind, d.h. weitreichende Folgen haben, wie z.B. die Schulwahl, ein operativer Eingriff, die Frage darf geimpft werden oder nicht, müssen die Eltern gemeinsam treffen (§ 1687 BGB). Wird über Entscheidungen von erheblicher Bedeutung keine Einigung zwischen den Eltern erzielt, dann muss eine Entscheidung über die Frage bezgl. einer wichtigen Entscheidung durch Vermittlung des Jugendamtes oder durch das Familiengericht herbeigeführt werden. Dabei sollte zunächst immer der aussergerichtliche Weg gesucht und eine Elternberatung beim Jugendamt, ASD oder einer anderen Elternberatungsstelle in Anspruch genommen werden. Erst wenn die Elternberatung scheitert, sollte man tatsächlich zum Familiengericht. Denn spätestens dann werden auch die Kinder in den Rechtsstreit der Eltern involviert, denn die Kinder sind regelmäßig vom Familienrichter anzuhören. D.h. wer seinem Kind das Gericht ersparen will, sollte immer versuchen, sich mit dem anderen Elternteil außergerichtlich auch über die Belange des Kindes zu einigen.

Paxistipp: Familienberatungsstellen der Stadt Leipzig

Bei wem lebt das Kind?

Die Wahl des Lebensmittelpunktes des Kindes ist eine Entscheidung von erheblicher Bedeutung und muss daher immer gemeinsam getroffen werden. Können sich die Eltern nicht einigen, entscheidet das Gericht duch die Übertragung des Aufenthaltsbestimmungsrechts auf einen Elternteil.

Angelegenheiten des täglichen Leben

…sind solche Entscheidungen, die häufig vorkommen, keine schwer abzuändernden Auswirkungen auf die Entwicklung des Kindes haben und über die jeder Elternteil alleine entscheiden darf, wie zum Beispiel:

  • Schulalltag
  • Ernährungsfragen
  • Bestimmung der Schlafenszeiten
  • Fernsehkonsum
  • Besuch von Badeanstalten und Diskotheken
  • Umgang mit Freunden
  • Gewöhnliche medizinische Versorgung
  • Taschengeld

Praxistipp – Hilfen für Kinder bei Trennung und Scheidung!

Broschüre „Eltern bleiben Eltern“der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Jugend- und Eheberatung e.V.