Anwaltskosten

Kosten Familienrecht, Scheidung, Vertragsrecht

Die Dienstleistung des Anwalts ist immer kostenpflichtig. Anwaltskosten berechnen sich als gesetzliche Vergütung nach der RVG-Tabelle ausgehend vom sog. Gegenstandswert oder Streitwert.  Alternativ kann man mit dem Anwalt auch eine Honorarvereinbarung nach Zeit, Stundensätzen oder Gegenstandswert vereinbaren

Die Gerichtskosten berechnen sich immer nach dem vom Gericht festgesetzten sog. Verfahrenswert oder Streitwert.

Mit einer  Erstberatung verschaffen Sie sich einen ersten Überblick über Rechtslage, Erfolgsaussichten und Kosten.

Die Erstberatung ist in bar zu bezahlen. Die Kosten sind überschaubar und die Erstberatung verpflichtet sich zu nichts. Hier wird noch kein Anwaltsvertrag abgeschlossen. Über die Beauftragung des Anwalt, d.h. die Erteilung des Mandants entscheiden sie während oder nach der Erstberatung.

Angebot Erstberatung Familienrecht | Scheidung | Vertragsrecht

1. Streitwert und Höhe der Gebühren

Im Zivilrecht berechnen sich die Gebühren nach der Höhe der Forderung. Im Familienrecht berechnen sich die Gebühren nach dem sog. Verfahrenswert.

Der Verfahrenswert der Scheidung richtet sich nach dem 3-fachen Einkommen der Eheleute und, nach Abzug eines Freibetrages, nach dem Vermögen (hiervon aber nur 5%); der Verfahrenswert beim Zugewinn richtet sich nach der Höhe der Forderung; der Verfahrenswert beim Unterhalt wird durch die Höhe des geforderten Unterhalts x 12 Monate bestimmt; Sorgerecht und Umgangsrecht haben einen pauschalen Verfahrenswert von 3.000 €.

Der Streitwert / Verfahrenswertes stellt nicht die Anwaltsgebühren dar. Der Verfahrenswert bildet nur die Basis für die Anwaltsgebühren nach der Gebührentabelle im Rechtsanwaltsvergütungsgesetz = RVG.

Prozesskosten im Zivilrecht berechnen Sie mit Online – Prozeßkostenrechner

2. Kosten Scheidung

Die Kosten der Scheidung, d.h. die Geühren des Anwalts und des Gerichts berechnen sich nach dem Verfahrenswert.

Der Verfahrenswert für die Scheidung ist gesetzlich definiert in § 43 FamGKG: das dreifache Nettoeinkommen beider Eheleute = 2 x 3 Nettoeinkommen jedes Ehepartners + 10% für jedes Rentenanrecht + Vermögen (Vermögen – Schulden abzl. Freibetrag 2 x 30.000 e + 10.000 € je Kind = Vermögen und hiervon 5%). In der Regel wird danach kein Vermögen mehr berücksichtigt.

Werden im Scheidungsverfahren auch Folgesachen verhandelt, dann werden diese zum Verfahrenswert für die Scheidung hinzugerechnet. Das erhöht zwar den Verfahrenswert, ist aber im Ergebnis trotzdem günstiger, da alle Ansprüche in einem Verfahren geklärt werden und die Gebühren daher nur einmal anfallen. Der Verfahrenswert der Scheidung erhöht sich die entsprechende Folgesachen für den Ehegattenunterhalt (der geforderte Unterhaltsbetrag x 12), den Kindesunterhalt (den geforderten Unterhaltsbetrag x 12), den Zugewinnausgleich (Betrag des geforderten Zugewinnausgleiches), das Sorgerecht für das Kind (3.000 €) das Umgangsrecht für das Kind (3.000 €).

Scheidung günstig! mit nur einem Anwalt: Bei der einvernehmlichen Scheidung benötigen Sie nur 1 Anwalt! Dieser Anwalt vertritt den Ehepartner, der die Scheidung beantragt. Der andere Eheparter braucht keinen Anwalt, denn er stimmt der Scheidung nur zu. Sie bezahlen nur 1 Anwalt, dessen Kosten sie sich teilen können. Damit sparen Sie einmal Anwaltskosten.

Unverbindliche Anfrage: Kostenvoranschlag Scheidungsverfahren
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3. Anwaltskosten Prüfung Grundstückskaufvertrag

Über die Gebühren des Anwaltes für die Prüfung eines Grundstückskaufvertrages bzw. im Grundstücksrecht werden in der Regel vereinbart. Die Abrechnung erfolgt nach Stundensatz von 180 € – 230 € netto oder pauschal in Höhe von 0,2% des Kaufpreises zzgl. Mehrwertsteuer, mindestens jedoch 500 € netto. Ich nehme mir die Zeit, um den gesamten Vertrag mit Ihnen durchzusprechen und zu erläutern.

Zur effektiven Bearbeitung können Sie mir gerne vorab Ihren Notarvertrag mit Ihren Anmerkungen und Fragen zusenden oder mailen. Die Besprechung können wir dann gerne in meiner Kanzlei oder per Telefontermin durchführen.

Näheres zu Notargebühren finden Sie hier: Notarkostenrechner

4. Rechtsschutzversicherung | Prozesskostenhilfe

Ich akzeptiere jede Rechtsschutzversicherung. Aber wichtig: in Familiensachen besteht meist kein Rechtsschutz.

Sie haben immer das Recht, Ihren Anwalt frei zu wählen! Sagen Sie dies Ihrer Rechtsschutzversicherung, wenn diese Ihren Anwalt bestimmen will.

Wenn Sie wegen geringen Einkommens die Kosten für den Anwalt nicht aufbringen können, können Sie für das Gerichtsverfahren Prozesskostenhilfe beantragen. Dann übernimmt der Staat vollständig oder zum Teil ihre Anwalts- und Gerichtskosten. Dies gilt jedoch nicht für die außergerichtliche Vertretung!